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Tausende Menschen unterstützen das Leben in Bratislava, Berlin und Köln.

Rund 30.000 Menschen aus der ganzen Slowakei versammelten sich am Sonntag, dem 20. September, in Bratislava zum fünften Nationalen Marsch für das Leben, der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der slowakischen Bischöfe stattfand. Auch in Berlin und Köln fanden Märsche statt.

Redaktion Omnes-21. September 2026-Lesezeit: 4 Minuten
Familienmarsch für das Leben Bratislava

Una familia acude a la Marcha por la Vida en Bratislava el domingo 20 de septiembre de 2026 (Foto: Národný pochod za život Facebook , Conferencia Episcopal de Eslovaquia).

Parallel zum Aufruf des Papstes zu einem erneuerten Bewusstsein für das “kostbare Geschenk des Lebens” nahmen am vergangenen Sonntag Tausende von Menschen am Nationalen Marsch für das Leben in Bratislava teil, einer Veranstaltung, die auf dem Freiheitsplatz der Hauptstadt stattfand.

Papst Leo XIV. sandte eine Botschaft an die Teilnehmer, in der er seine Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass der Marsch für das Leben “ein Moment des Gebets und des Zeugnisses sein wird, der ein erneuertes Bewusstsein für das kostbare Geschenk des Lebens weckt, das von Gott empfangen wird und das in allen seinen Stadien, von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende, willkommen geheißen und geschützt werden muss”, berichtete die vatikanische Nachrichtenagentur.

Unterstützung für die Schwächsten und Wehrlosesten

Der Heilige Vater ermutigte ebenso zur Förderung einer “Kultur, die sich besonders um die Schwächsten und Wehrlosesten kümmert und so zum Aufbau einer brüderlicheren, von Solidarität geprägten Gesellschaft beiträgt”.

Pater Ivan Ružička, Generalsekretär der Slowakischen Bischofskonferenz, bedankte sich für die Unterstützung des Marsches durch den Papst. Aussagen Vatican News. “Wir sind zusammengekommen, um die Würde jedes menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende zu verteidigen”, sagte er.

Mit Frauen und Familien

Pater Ružička fügte hinzu, dass die Ziele des Marsches den Schutz ungeborener Kinder mit der Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen verbinden.

“Unser langfristiges Ziel ist der Schutz allen menschlichen Lebens, insbesondere des ungeborenen Lebens”, erklärte sie. “Gleichzeitig möchten wir Frauen und Familien in schwierigen Situationen unterstützen. Keine Mutter sollte das Gefühl haben, dass ein Schwangerschaftsabbruch ihre einzige Option ist.”.

“Im slowakischen Kontext bedeutet dies in erster Linie die Aufhebung des ungerechten Abtreibungsgesetzes, das ungeborene Kinder diskriminiert und ihnen das Recht auf Leben verweigert”, sagte Dmitrij Olšovský, Sprecher des Nationalen Marsches für das Leben, laut [Quelle fehlt]. Agentur aus den Nachrichten der slowakischen Bischofskonferenz,

Das konkrete Ziel des diesjährigen Marsches war es, auf drei Bestimmungen der letztjährigen Verfassungsänderung der Slowakischen Republik aufmerksam zu machen, die noch nicht in Gesetze umgesetzt wurden: das Verbot der Leihmutterschaft, die elterliche Zustimmung im Sexualkundeunterricht und Bestimmungen in Bezug auf das biologische Geschlecht, heißt es in der Mitteilung weiter.

Olivia Maurel (im Bild), Sprecherin der Casablanca-Erklärung, wurde zum Marsch für das Leben 2026 in Bratislava eingeladen (DCA, Wikimedia Commons). 

Totale Ablehnung der Leihmutterschaft

Der Nationale Marsch für das Leben hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, auf die Notwendigkeit eines vollständigen Verbots der Leihmutterschaft aufmerksam zu machen. Die Organisatoren halten diese Praxis für unvereinbar mit der Würde sowohl des Kindes als auch der Frau.

“Leihmutterschaft macht das Kind zur Ware und den Körper der Frau zum Instrument, um die Wünsche anderer zu befriedigen. Ein Kind ist jedoch keine Ware, und eine Frau sollte kein Mittel zum Zweck sein, um ein Kind zu bekommen. Wir sind überzeugt, dass Leihmutterschaft die Würde sowohl der Frau als auch des Kindes verletzt”, erklärte Milena Olsovska, Sprecherin des Nationalen Marsches für das Leben.

Ein vollständiges gesetzliches Verbot dieser Art von Schwangerschaft sollte eingeführt werden.

Die Organisatoren fordern daher die Mitglieder des Nationalrats der Slowakischen Republik in einer Petition dringend auf, das verfassungsrechtliche Verbot der Leihmutterschaft strikt im Gesetz zu verankern. Sie verlangen ein Verbot aller Leihmutterschaftsverträge, nicht nur jener, die mit der Ausbeutung von Frauen einhergehen.

“Die Verfassung verbietet die Leihmutterschaft. Daher begrüßen wir die Bemühungen der Regierungskoalition, dieses Verbot im Strafgesetzbuch zu regeln”, erklärte Patrik Daniška, Hauptkoordinator des Nationalen Marsches für das Leben.

“Der dem Parlament vorliegende Gesetzentwurf verbietet jedoch nicht die Leihmutterschaft an sich, sondern nur bestimmte Formen davon. Wir fordern die Abgeordneten dringend auf, ein vollständiges gesetzliches Verbot dieser Praxis zu verabschieden und damit dem verfassungsrechtlichen Verbot praktische Geltung zu verschaffen”, fügte der Koordinator hinzu.

Olivia Maurel, Aleš Primc und Marie-Lys Pellissier, Gäste

Im Rahmen des Marsches sollte auch Olivia Maurel, eine der prominentesten internationalen Stimmen für ein weltweites Verbot der Leihmutterschaft, eine Rede halten. 

Maurel hat bereits 2025 in der Slowakei gesprochen, unter anderem im Nationalrat der Slowakischen Republik. Sie nimmt an dem Marsch teil, um zu fordern, dass das verfassungsrechtliche Verbot der Leihmutterschaft konsequent in der Gesetzgebung, insbesondere im Strafgesetzbuch, verankert wird. 

Aleš Primc ist ein slowenischer Bürger- und Politikerführer und Organisator von drei erfolgreichen Referenden zur Familie in den Jahren 2001, 2012 und 2015.

Marie-Lys Pellissier hat einen Abschluss in Philosophie und Ethik von der Sorbonne und ist Sprecherin der französischen Lebensrechtsbewegung Marche pour la vie. Sie ist Mitbegründerin von Génération pro-vie und der Académie Lejeune, die junge Menschen im Kampf für das Leben ausbildet. 2026 engagierte sie sich zudem gegen die Legalisierung von Sterbehilfe und assistiertem Suizid in Frankreich.

Auch in Berlin und Köln

Am Samstag, dem 19., fanden zeitgleich in Berlin und Köln Märsche für das Leben statt, an denen mehrere Tausend Menschen teilnahmen. berichtet Omnes.

Die vom Bundesverband „Recht auf Leben“ organisierten Märsche wurden von den Kirchen unterstützt. Auf katholischer Seite nahmen Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Regensburg), Weihbischof Dr. Josef Graf (Regensburg) und Bischof Emeritus Gregor Maria Hanke OSB (Eichstätt) am Marsch in Berlin teil.

Unterstützung und Ablehnungen

Andere Kardinäle, wie etwa Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln, sandten Unterstützungsbotschaften an die Demonstrationen in den beiden Städten, um die Würde des menschlichen Lebens von der Empfängnis an zu verteidigen und Themen wie Abtreibung, Sterbehilfe, Leihmutterschaft und nicht-invasive Pränataldiagnostik (NIPT) anzusprechen.

Metropolit Augustustinos von Deutschland, ein orthodoxer Bischof, und Friedhelm Holthuis, Präsident des Verbandes Freier Pfingstkirchen, hatten ebenfalls ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht.

Das Kollektiv Pro-Choice-Bündnis Köln und die LAG Säkulare Grüne (säkularer Flügel der Grünen) brachten in Gegendemonstrationen ihre Ablehnung der Forderungen zum Ausdruck.

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