Welt

Kardinal Arborelius: "Wir brauchen den Sauerstoff der Hoffnung".

Der Erzbischof von Stockholm, Anders Arborelius, seit einem Jahr Kardinal, gibt der Kirche in Europa eine hoffnungsvolle Botschaft in einem ausführlichen Interview mit Palabra, in dem er über die Säkularisierung, das Interesse am Glauben, die ökumenischen Beziehungen und die Beziehungen zum Staat, die Berufung und die jungen Menschen spricht.

Omnes-4. September 2018-Lesezeit: 2 Minuten

Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text Alfonso Riobó 

Bei seinem jüngsten Besuch ad LiminaWas hat den Papst an der Kirche in seinem Land interessiert?

Wie Sie wissen, ist der Heilige Vater seit langem sehr an der Flüchtlingssituation interessiert. Schweden hat sich, wie auch die anderen nordischen Länder, sehr offen gegenüber Flüchtlingen gezeigt, so dass dies eines der ersten Themen war, für die er sich interessierte.

Zweitens geht es natürlich auch um den ökumenischen Dialog. Der Papst kam im Oktober/November 2016 anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation ausdrücklich nach Schweden, um den Dialog mit den Lutheranern zu intensivieren.

Und als drittes Thema war der Papst daran interessiert, die Realität einer Kirche wie der hiesigen kennenzulernen, die eine kleine Gemeinschaft inmitten einer säkularisierten Welt ist und sich daher in einer ganz besonderen Situation befindet. Gleichzeitig ist sie eine der wenigen Teilkirchen in Europa, in der die Zahl der Katholiken, vor allem dank der Zuwanderung, zunimmt. In diesem Sinne ist unsere Realität als Peripherie der Kirche einzigartig, und diese Peripherie ist ein bevorzugtes Thema des Heiligen Vaters.

Seit seiner Ernennung zum Kardinal im Juni 2017 ist ein Jahr vergangen: Er ist der erste schwedische Kardinal in der Geschichte, und 1998 war er der erste schwedische Bischof seit der Reformationszeit. Wie fällt Ihre Bilanz nach diesem ersten Jahr aus?

Die Ernennung zum Kardinal war für mich eine große Überraschung. Gleichzeitig habe ich mich sehr über das Interesse des Heiligen Vaters an unserer Situation hier in Schweden gefreut. Ich war auch überrascht, dass meine Ernennung zum Kardinal in den Medien und in der öffentlichen Meinung auf so großes Interesse gestoßen ist. In diesem Sinne war es ein wichtiger Moment für die katholische Kirche in Schweden.

In den letzten Jahren hatten wir mehrmals die Gelegenheit, das Interesse des Papstes zu erfahren. Zunächst die Heiligsprechung der heiligen Maria Elisabeth Hesselblad am 5. Juni 2016, dann der Besuch von Franziskus in der schwedischen Stadt Lund zum Beginn des Reformationsgedenkens und schließlich die Ernennung zum Kardinal.

Und wie hat die öffentliche Meinung darauf reagiert?

In der öffentlichen Meinung in unserem Land gibt es ein großes Interesse an der katholischen Kirche, ja sogar Sympathie, obwohl es natürlich auch Stimmen gegen sie gibt.

Was die Behörden anbelangt, so besteht eine gewisse Distanz. Viele Leute haben mich gefragt, ob ich Glückwünsche vom König oder vom Premierminister zu meiner Ernennung zum Kardinal erhalten habe, aber wegen dieser Entfernung gab es noch keine offiziellen Reaktionen. Stattdessen wurde sie von den Medien und der Bevölkerung gut aufgenommen. Man kann sagen, dass die Entscheidung des Papstes die katholische Kirche im öffentlichen Raum in Schweden ein wenig präsenter gemacht hat.

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