Kirchengemeinden strukturieren um

12. Juni 2018-Lesezeit: < 1 Minuten

Die katholische Gemeinde in den Vereinigten Staaten hat eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Präsenz der Kirche in einem mehrheitlich protestantischen Land gespielt. Die Pfarrei war ein Zufluchtsort für katholische Einwanderer, ein Ort des ehrenamtlichen Engagements und eine Quelle der katholischen Identität.

Mehr als ein Jahrhundert lang befanden sich die meisten katholischen Pfarreien logischerweise dort, wo die Katholiken lebten: im Nordosten (New York, Boston, Philadelphia) und im Mittleren Westen (Chicago, Detroit, Milwaukee).

Nun aber befindet sich die katholische Gemeinde in einem radikalen Wandel. Ein neues Werk von fünf katholischen Forschern mit dem Titel Katholische Kirchengemeinden im 21. Jahrhundert, erklärt diese Veränderung. Eine der wichtigsten Entwicklungen ist die geografische Lage, denn immer mehr Katholiken ziehen in den Süden (Raleigh, Miami, Atlanta, Houston) und Westen (Denver, Los Angeles). 

Tatsächlich ist die katholische Bevölkerung heute fast gleichmäßig auf den Nordosten, den Mittleren Westen, den Süden und den Westen des Landes verteilt, was zum einen auf die Zuwanderung von Menschen zurückzuführen ist, die Arbeit oder niedrigere Lebenshaltungskosten suchen, und zum anderen auf die Einwanderung.

Die Herausforderung, so die Autoren, besteht darin, dass "Die Menschen ziehen um, aber die Gemeinden und Schulen nicht". Im Nordosten und Mittleren Westen schrumpfen die Kirchengemeinden. Die Erzdiözese New York hat vor kurzem eine massive Umstrukturierung vorgenommen, bei der 20 Prozent der Pfarreien geschlossen oder zusammengelegt wurden. Gleichzeitig stellen Houston und Atlanta fest, dass mehr Kirchengemeinden benötigt werden. 

Andererseits sind etwa vier von zehn Katholiken Hispanoamerikaner. Und es gibt immer mehr Pfarreien mit hispanischen Geistlichen und Messen in spanischer Sprache. 

Die katholische Kirchengemeinde in den Vereinigten Staaten befindet sich eindeutig in einem historischen Wandel, aber es gibt viele Anzeichen dafür, dass dieser Wandel zu einer Wiederbelebung führen wird.

Der AutorGreg Erlandson

Journalist, Autor und Herausgeber. Direktor des Katholischen Nachrichtendienstes (CNS)

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